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BACnet

Die Abkürzung BACnet steht für Building Automation and Control Networks. Dabei handelt es sich um ein Netzwerkprotokoll für die Gebäudeautomation. Dieses ist durch die ASHRAE, ANSI und als ISO 16484-5 standardisiert.

Was macht man mit BACnet?

Über BACnet lassen sich verschiedensprachige Feldbusse miteinander koppeln, sodass Geräte unterschiedlicher Hersteller zusammenarbeiten können. Es ermöglicht also eine Interoperabilität.

Welche Voraussetzungen gelten für den Einsatz von BACnet?

BACNet setzt keine bestimmte Hardware voraus, ist also herstellerneutral. Allerdings müssen sich die am jeweiligen Projekt beteiligten Partner auf bestimmte BIBBs (BACnet Interoperability Building Block) einigen, die von der Norm definiert werden.

Wer hat BACnet entwickelt?

BACnet wurde durch die American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers (ASHRAE) entwickelt. Die Entwicklung startete im Juni 1987 und wird seitdem fortlaufend weitergeführt.

1 weitere Fragen
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Datenpunkt

Ein Datenpunkt ist allgemein gesprochen ein Informationsträger. Man unterscheidet in der Gebäudeautomation physikalische und virtuelle Datenpunkte. Beide Arten werden über eine Datenpunktadresse oder Benutzeradresse identifiziert.

Was ist ein physikalischer Datenpunkt?

Physikalische Datenpunkte beziehen sich auf einen digitalen oder analogen Eingang beziehungsweise Ausgang eines direkt angeschlossenen oder vernetzten Feldgeräts. Sie belegen also Hardware-Eingänge und -Ausgänge.

Physikalische Datenpunkte werden auch reale Datenpunkte genannt.

Was ist ein virtueller Datenpunkt?

Virtuelle Datenpunkte sind nur softwaremäßig vorhanden. Deswegen werden sie oft auch fiktive Datenpunkte genannt. Sie sind das Ergebnis einer Verarbeitungsfunktion oder beziehen sich als kommunikativer Datenpunkt auf eine Einrichtung bzw. ein Gerät innerhalb eines anderen Systems. Beispiele sind berechnete Werte, Betriebsstundenzähler, Ereigniszähler, Befehlsausgaben oder Sollwertausgaben.

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DDC

DDC steht für Direct Digital Control und ist eine computerähnliche elektronische Baugruppe. DDC-Komponenten sind frei programmierbar.

Wozu wird DDC in der Gebäudeautomation verwendet?

In der Gebäudeautomation dient diese elektronische Baugruppe dazu, Steuerungs- und Regelungsaufgaben von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen zu übernehmen. Sie wird für diese Zwecke entsprechend programmiert.

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DIN EN ISO 16484

Die internationale Norm DIN EN ISO 16484 befasst sich thematisch mit unterschiedlichen Aspekten der Gebäudeautomation sowie den zugehörigen Regelungs- und Steuerungssystemen. Einige Teile der Norm sind aktuell in Überarbeitung.

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eu.bac

Die eu.bac ist ein europäischer Verband aus Herstellern und Anbietern für Hausautomations- und Gebäudeautomations-Lösungen sowie Energiedienstleistungen für Gebäude. eu.bac steht für European Building Automation and Controls Association.

Was sagt die eu.bac Systemzertifizierung aus?

Bei der eu.bac Systemzertifizierung wird der Beitrag eines Gebäudeautomationssystems zur Energieeffizienz eines Gebäudes aufgezeigt und bewertet. Wird einem System eine Zertifizierung nach eu.bac zugesprochen, gilt es als konform mit den europäischen Richtlinien und Normen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

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Filialautomation

Die Filialautomation ist ein Spezialfall der Gebäudeautomation. Zur Gebäudeautomation gehören alle Einrichtungen zur Messung, Steuerung, Regelung und Überwachung der Gebäudetechnik. Bei der Filialautomation wird nicht nur ein Gebäude automatisiert, sondern ein Netz an geografisch voneinander unabhängigen Liegenschaften. Diese werden zentral überwacht, analysiert und gesteuert.

Synonyme: Filialmanagement, Retail Building Automation
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Automationsebene

Die Automationsebene ist eine der drei funktionalen Ebenen in der Gebäudeautomation. Sie ist das intelligente Bindeglied zwischen der Feld- und der Managementebene.

Was passiert auf der Automationsebene?

Auf der Automationsebene werden die Informationen der angeschlossenen Gebäudetechnik gesammelt, zwischen den DDCs ausgetauscht und verarbeitet. Kernstück ist der Schaltschrank in dem die Programmiereinheiten verbaut und damit alle Regelprogramme integriert sind.

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Feldebene

Die Feldebene ist eine der drei funktionalen Ebenen in der Gebäudeautomation. Auf der Feldebene werden Feldgeräte, sowohl Sensoren als auch Aktoren, mit den DDC-GA-Komponenten verbunden.

Was passiert auf der Feldebene?

Die Sensoren sammeln Daten und senden diese über geeignete Bus-Systeme an die Aktoren. Letztere setzen diese dann in Steuersignale um. Auf der Feldebene werden also Informationen gesammelt, verarbeitet und für die Automations- und Managementebene bereitgestellt.

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Managementebene

Die Managementebene ist eine der drei funktionalen Ebenen in der Gebäudeautomation. Auf der Managementebene werden Daten des Gebäudes gesammelt und visualisiert, Prozesse überwacht und die Betriebsweise fortlaufend optimiert. Die dazu verwendete Software wird als Gebäudeleittechnik bezeichnet.

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Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation ist ein wichtiger Teilbereich des technischen Facility Managements. Dabei wird ein Gebäude ganzheitlich betrachtet und die Gebäudetechnik automatisch gewerkeübergreifend gesteuert, geregelt und überwacht.

Welche Ebenen der Gebäudeautomation unterscheidet man?

Die Gebäudeautomation wird funktional in drei Ebenen unterteilt: die Feldebene, die Automationsebene und die Managementebene.

Welche Ziele verfolgt man mit einer Gebäudeautomation?

Ziel ist ein möglichst energieeffizienter Betrieb des Gebäudes bei gleichzeitig maximalem Nutzerkomfort. Das schont Ressourcen und senkt die Betriebskosten.

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Gebäudeleittechnik

Die Gebäudeleittechnik, kurz GLT, ist ein Bestandteil der Gebäudeautomation und auf der Managementebene zu finden. In der Gebäudeleittechnik werden die Funktionsnetze für unterschiedliche Aufgaben der Gebäudeautomation zusammengesetzt. Dabei bleiben die einzelnen betriebstechnischen Anlagen funktionell selbstständig.

Synonyme: GLT
Welche Aufgaben erfüllt eine GLT-Software?

Eine GLT-Software sammelt die Daten der Regler und DDC-Einheiten im Gebäude und visualisiert diese. Zudem dient sie dazu, Prozesse zu überwachen, bietet ein automatisiertes Störungsmanagement mit Alarmierung und ermöglicht es, den Betrieb des Gebäudes immer weiter zu optimieren.

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LON

LON ist ein Standard für einen Feldbus, der hauptsächlich im Bereich der Gebäudeautomation, aber auch in der Industrie- und Prozessautomatisierung, eingesetzt wird. Diese Netzwerk-Technologie ermöglicht eine gewerkeübergreifende Vernetzung in einem System, zum Beispiel von Heizung, Lüftung, Klima, Verschattung und vielem mehr.

Die Abkürzung LON steht für Local Operating Network.

Ist LON international anerkannt und normiert?

LON wurde bereits 1990 von der Echelon Corporation entwickelt. Ende 2008 haben die IEC und die ISO die LON-Technologie als internationale Norm anerkannt. Dokumentiert wird sie in der Normenreihe 14908-x. Unter dieser Kennziffer war die Normenreihe bereits als Europäische Norm bekannt

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LOYTEC Competence Partner

Ein zertifizierter LOYTEC Competence Partner weist umfangreiches Wissen zu den LOYTEC Produkten und Lösungskonzepten auf und garantiert den Kunden eine fachgerechte Planung und Ausführung der Gebäudeautomation mit LOYTEC Lösungen. Die Hörburger AG ist zertifizierter LOYTEC Competence Partner.

Was macht LOYTEC?

LOYTEC ist Anbieter von Netzwerkinfrastrukturprodukten und Automationslösungen im Bereich der Gebäudeautomation. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Wien, Österreich.

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Messgerät

Durch Messgeräte werden geometrische oder physikalische Größen bestimmt. Die Messsysteme und -methoden dafür werden in der Messtechnik entwickelt und festgelegt. Typische Beispiele für Messgeräte aus der Gebäudeautomation sind Stromzähler, Gaszähler, Wasserzähler etc.

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Modbus

Das Modbus-Protokoll wurde ursprünglich für die Kommunikation mit speicherprogrammierbaren Steuerungen entwickelt. Es hat sich mittlerweile in der Industrie zu einem Standard entwickelt, wird aber auch im Bereich der Gebäudeautomation eingesetzt.

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OPC

OPC ist die Abkürzung für Open Platform Communications. Es ist ein Standard für den sicheren und verlässlichen Datenaustausch in der Automatisierungstechnik. OPC wird dann für die Kommunikation eingesetzt, wenn Sensoren, Regler und Steuerungen von unterschiedlichen Herstellern ein gemeinsames Netzwerk bilden sollen. Es bietet also universelle Kommunikationsmöglichkeiten von industriellen Bussystemen und Protokollen.

Wie funktioniert OPC in der Gebäudeautomation?

OPC nutzt zur Kommunikation einen OPC-Client und einen OPC-Server, die beide zwischen der Datenquelle und dem Datenempfänger eingebaut werden. Der OPC-Server, der bei der Datenquelle sitzt, fungiert als Übersetzer. In der Gebäudeautomation bedeutet das, der OPC-Server nimmt die native Sprache des Geräts oder des DDC-Controllers und "übersetzt" diese in die Sprache des OPC-Standards. So entsteht das sogenannte OPC-Objekt.

Der OPC-Client hingegen sitzt am Datenempfänger, ist also auf der Anwendungsseite aktiv. Er greift auf die vom OPC-Server bereitgestellten Daten (= OPC-Objekt) zu und gibt diese an die Anwendung weiter, für die er entwickelt wurde.

Die Kommunikation ist dabei in beide Richtungen möglich: Die Anwendung liest die Daten des Geräts, kann dieses aber auch steuern.

Können Sie einige Beispiele für OPC-Server und OPC-Clients nennen?

OPC-Server gibt es unter anderem für:
KNX
Modbus
BACnet
-  LonWorks
-  etc.

Zudem gibt es eine Vielzahl an Anwendungen mit passenden OPC-Clients, unter anderem für:
-  HMI (Human-Machine-Interface)
Visualisierung
-  Reporting
HLK
-  Beleuchtungssteuerung
-  Sicherheitstechnik

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Raumautomation

Die Raumautomation ist ein Teilbereich der Gebäudeautomation. Dabei handelt es sich um die gewerkeübergreifende Automation der Technik innerhalb eines Raumes in einem Gebäude.

Ziel ist die energieeffiziente Steuerung der Raumklimaregelung sowie von Beleuchtung und Sonnenschutz bei gleichzeitig maximalem Komfort in der Raumnutzung.

Synonyme: Einzelraumautomation
Welche Technik wird bei der Raumautomation gesteuert?

Bei der Raumautomation wird die komplette Raumtechnik energieeffizient in Abhängigkeit voneinander gesteuert. Dazu zählen Heiz- und Kühldecken, statische Heizflächen, Beleuchtung und Jalousien. Zur Steuerung werden zusätzlich Daten zu Präsenz, Zutritt und Belegung, Fensterkontakte sowie Wetterdaten berücksichtigt.

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Retail Building Automation

Retail Building Automation ist ein Spezialbereich der Gebäudeautomation. Im Retail-Bereich wird nicht nur ein einzelnes Gebäude ganzheitlich betrachtet und die Gebäudetechnik automatisch gewerkeübergreifend gesteuert, geregelt und überwacht, sondern ein ganzes Netz von geografisch unabhängigen Liegenschaften.

Synonyme: Filialautomation, Filialmanagement
Welches Ziel wird mit Retail Building Automation verfolgt?

Ziel des Retail Building Automation ist ein möglichst energieeffizienter Betrieb des gesamten Filialnetzes bei gleichzeitig maximalem Komfort für die Kunden und eine Entlastung der Mitarbeiter vor Ort von der Gebäudetechnik.

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Schneider Electric EcoXpert

Über das EcoXpert-Partnerprogramm vernetzt sich Schneider Electric mit führenden Technologieunternehmen und deren Wissen in der Systemintegration. Die Partner stammen aus den Bereichen Gebäudeautomation, Energiemanagement, Netzqualität, Energieverteilung und Elektromobilität. EcoXpert-Partner durchlaufen regelmäßig Schulungen zu Schneider Electric Technologien und Lösungen.

EcoXpert-Partner durchlaufen regelmäßig Schulungen zu Schneider Electric Technologien und Lösungen.

In welchem Bereich ist die Hörburger AG EcoXpert?

Die Hörburger AG ist zertifizierter EcoXpert mit dem Schwerpunkt Energiemonitoring-Systeme und ist damit Teil des Schneider Electric Kompetenz-Netzwerks.

Was macht Schneider Electric?

Schneider Electric ist Anbieter von innovativen Technologien und Leistungen in den Bereichen Automatisierung und Energiemanagement.

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Systemintegrator

Als Systemintegrator wird allgemein ein Unternehmen mit Tätigkeitsprofil in der Informationstechnik, des System Engineerings oder in der industriellen Automatisierungstechnik bezeichnet.

Was bedeutet Systemintegrator in der Gebäudeautomation?

Im Bereich der Gebäudeautomation versteht man unter einem Systemintegrator ein spezialisiertes Unternehmen, das dank der gewerkeübergreifenden Fachkompetenz alle beteiligten Gewerke berücksichtigen und die Hard- und Software sowie unter Umständen mehrere Subsysteme in einem übergeordneten, gewerkeübergreifenden Gebäudeautomationssystem zusammenführt.

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VDI 3813

Die VDI 3813 ist eine Richtlinienreihe, die sich mit Gebäudeautomation, insbesondere mit der Raumautomation, befasst.

Was behandeln die einzelnen Blätter der VDI 3813?

Blatt 1 der VD 3813 beschäftigt sich mit den Grundlagen der Raumautomation, erklärt Begriffe und soll ein Grundverständnis für die Thematik schaffen. Blatt 2 beschreibt die Grundfunktionen der Raumautomation. Blatt 3 befasst sich mit den Raumtypen und der Anwendung von Funktionsmakros je nach Raumtyp.

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VDI 3814

Die VDI 3814 ist eine Richtlinienreihe, die sich mit allen Aspekten der Gebäudeautomation beschäftigt. Sie beschreibt in mehreren Blättern den Stand der Technik bei Planung und Errichtung eines Gebäudeautomationssystems sowie den Betrieb einer Gebäudeautomation. Die VDI 3814 wird derzeit vollständig überarbeitet. Die ersten Weißdrucke sind bereits erschienen.

Welche Bereiche soll die VDI 3814 nach der Überarbeitung beschreiben?

Die Richtlinienreihe "Gebäudeautomation" soll nach der Überarbeitung folgende Bereiche behandeln: Grundlagen; Bedarfsplanung, Betreiberkonzept und Lastenheft; Planungsinhalte, Systemintegration und Schnittstellen; Bedienkonzept und Benutzeroberflächen; GA-Funktionen, Automationsfunktionen; Funktionskatalog, Makrofunktionen; Methoden und Arbeitsmittel für die Planung, Ausführung und Übergabe; Kompetenzen, Kompetenzprofile und Qualifizierungsmaßnahmen. (Stand: Oktober 2018)

Wann tritt die VDI 3814 in Kraft?

Die Überarbeitung der VDI 3814 soll im Jahr 2020 abgeschlossen werden. Bis dahin werden auch sämtliche Inhalte der VDI 3813 in die VDI 3814 integriert sein.

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Aktor

Aktoren sind antriebstechnische Baueinheiten. Sie erhalten ein elektrisches Signal, das sie entweder in eine mechanische Bewegung umsetzen oder damit eine physikalische Größe wie die Temperatur verändern. Ein Aktor greift also aktiv in einen laufenden Prozess ein und steuert diesen.

Synonyme: Aktuator
Wo kommen Aktoren in der Gebäudeautomation zum Einsatz?

Sie kommen auf der Feldebene zum Einsatz. Gemeinsam mit den Sensoren bilden Aktoren die sogenannten Feldgeräte, die auf Feldebene mit den DDC-GA-Komponenten verbunden sind. Dabei senden Sensoren ihre gesammelten Daten über ein Bus-System an die Aktoren, Diese wandeln die Daten anschließend in entsprechende Steuersignale um.

Können Sie einige anschauliche Beispiele aus der Gebäudeautomation nennen?

Aktoren setzen Signale in Wirkungen um, also zum Beispiel das Öffnen und Schließen eines Ventils oder das Herauf- oder Herunterfahren einer Jalousie je nach Sonneneinstrahlung.

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Interoperabilität

Interoperabilität bedeutet, dass unterschiedliche Systeme und Techniken die Fähigkeit haben, miteinander zusammenzuarbeiten. Normalerweise müssen hierzu die Systeme und Techniken gemeinsame Standards aufweisen.

Was bedeutet Interoperabilität in der Gebäudeautomation?

Gebäudetechnische Geräte unterschiedlicher Hersteller haben durch Einsatz von Netzwerkprotokollen wie BACnet die Möglichkeit, in einem Gebäudeautomationssystem zusammenzuarbeiten.

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Revitalisierung

Die Revitalisierung eines Gebäudes umfasst mehr als die reine Sanierung der Bausubstanz. Oftmals wird die Nutzungsstruktur eines Gebäudes verändert, veraltete Gebäudetechnik ersetzt und das vorhandene Gebäudeautomationssystem modernisiert, auf die veränderte Nutzung angepasst sowie die neue Gebäudetechnik zusätzlich eingebunden.

Welches Ziel verfolgt man mit einer Revitalisierung?

Statt der Demontage des Gebäudes wird der Lebenszyklus der Liegenschaft neu gestartet. Die Revitalisierung sorgt außerdem dafür, dass das Gebäude wieder auf die Ansprüche moderner Nutzung ausgelegt ist und wirtschaftlich betrieben werden kann sowie seinen Immobilienwert erhält.

Bei historischer Bausubstanz ist eine Revitalisierung die einzige Möglichkeit, um eine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen.

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Offenes System

Man spricht von einem offenen System, wenn in einem Gebäudeautomationssystem Komponenten unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren und damit in Abhängigkeit voneinander gesteuert und geregelt werden.

Welche Voraussetzungen müssen für ein offenes System erfüllt werden?

Verschiedene Hersteller müssen ihre technischen Komponenten nach einem gemeinsamen Standard fertigen. Nur das garantiert, dass diese Komponenten, eingebunden in ein offenes System, miteinander kommunizieren und infolgedessen gemeinschaftlich gesteuert werden können.

Welche Vorteile ergeben sich aus offenen Systemen?

Je mehr Hersteller nach einem gemeinsamen Standard Komponenten produzieren, umso größer ist die Auswahl der Geräte und desto besser können diese passend zu den kundenspezifischen Anforderungen ausgewählt werden. Außerdem ermöglichen offene Systeme auch zu späteren Zeitpunkten einen relativ problemlosen Tausch von Gebäudetechnik-Komponenten sowie eine Erweiterung des Systems.

Können Sie einige Beispiele für Netzwerkprotokolle und Bussysteme nennen, die offene Systeme unterstützen?

BACnet
DALI
-  SMI
LON
KNX

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Kommunikations-protokoll

Ein Kommunikationsprotokoll regelt die Datenübertragung zwischen zwei oder mehreren Parteien. Dabei liefert es die Adresse des Kommunikationsendpunkts, kontrolliert den Datenfluss zwischen den Parteien und sorgt für einen sicheren Datentransfer.

Welche Arten von Kommunikationsprotokollen gibt es?

Man unterscheidet zwischen der verbindungsorientierten Leitungsvermittlung und der verbindungslosen Paketvermittlung.

Bei der verbindungsorientierten Leitungsvermittlung wird der Kanal zur Datenübertragung den Parteien exklusiv zur Verfügung gestellt. Schritte zur Kommunikation sind hierbei Verbindungsaufbau, Datenübertragung und Verbindungsabbruch. Zwar sind hier die Verweilzeiten im Netz kurz, aber Übertragungskapazitäten bleiben ungenutzt. Beispiel: Telefonnetz.

Eine bessere Ausnützung der Übertragungskanäle erreicht die verbindungslose Paketvermittlung. Dabei werden die zu kommunizierenden Nachrichten in individuell adressierte Datenpakete zerlegt und zwischengespeichert. Dadurch kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Beispiel: Internet.

Welche Kommunikationsprotokolle kommen in der Gebäudeautomation zum Einsatz?

In der Gebäudeautomation haben sich BACnet, LON, KNX, OPC und FND durchgesetzt. Der BACnet-Standard ist auf internationaler Ebene genormt, LON und KNX auf europäischer Ebene.

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KNX

KNX bzw. Konnex ist ein Feldbus zur Gebäudeautomation. Dieser offene Standard wird weltweit von mehr als 400 Firmen angewendet. Deren KNX-fähige Produkte decken unterschiedliche Gewerke und Anwendungen im Gebäude ab. Trotzdem können sie dank KNX in einem gemeinsamen Gebäudeautomationssystem integriert und in Abhängigkeit voneinander gesteuert werden. Zudem ist ein Austausch von Komponenten gegen andere KNX-fähige Produkte möglich.

Welche Gewerke können mittels KNX im Rahmen einer Gebäudeautomation gesteuert werden?

Über KNX lassen sich Beleuchtung und Verschattung sowie Heizung, Lüftung und Klimatechnik zusammenschalten und in Abhängigkeit voneinander steuern und regeln. Zudem lassen sich Schließ- und Alarmanlagen anbinden. Eine Fernüberwachung und -steuerung ist ebenfalls möglich.

Wer hat KNX entwickelt?

KNX ist der Nachfolger der Feldbusse Europäischer Installationsbus (EIB), BatiBus und European Home Systems (EHS). 1996 starteten die Organisationen der drei letztgenannten Bussysteme das Projekt, einen gemeinsamen Standard für Anwendungen im Bereich der Gebäudeautomation zu entwickeln. Das Ergebnis war der KNX-Standard und die im Jahr 1999 von neun führenden europäischen Unternehmen der elektrotechnischen Industrie und Gebäudemanagementindustrie gegründete zugehörige KNX-Association. Die Spezifikationen von KNX wurden 2002 veröffentlicht, 2003 in die europäische Norm EN 50090 übernommen und schließlich im November 2006 als internationale Norm ISO/IEC 14543-3 anerkannt.

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Hersteller-unabhängigkeit

Ein herstellerunabhängiges Gebäudeautomationssystem zeichnet sich dadurch aus, dass sich Geräte unterschiedlicher Hersteller einbinden lassen und diese trotzdem miteinander kommunizieren können. Dabei müssen allerdings die Komponenten auf einen gemeinsamen Kommunikations-Standard zurückgreifen.

Was bedeutet Herstellerunabhängigkeit zusätzlich bei Hörburger?

Neben der allgemeinen Bedeutung von Herstellerunabhängigkeit, agiert die Hörburger AG zudem herstellerneutral. Sie ist keinem Komponenten-Hersteller verpflichtet, sondern hat mehrere Partner. Diese Art von Herstellerunabhängigkeit erlaubt dem Unternehmen den Einsatz der Komponenten, die die Kundenanforderungen am besten erfüllen.

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Visualisierung

Bei einer Visualisierung werden abstrakte Daten, wie zum Beispiel Zahlen, in Grafiken, Diagrammen und Schaubildern umgesetzt, um diese für den Betrachter leichter erfassbar zu machen.

Was beinhaltet eine Visualisierung in der Gebäudeautomation?

In der Gebäudeautomation erfolgt die Visualisierung über die Gebäudeleittechnik. Sie findet somit auf der Managementebene statt. Über die GLT-Software werden die Gebäudetechnik sowie die technischen Vorgänge im Gebäude grafisch abgebildet. Ebenso werden laufende Prozessdaten des Gebäudes geloggt und dargestellt. Die Visualisierung bildet deshalb für den Betreiber die Basis, um die angebundene Gebäudetechnik zu überwachen und zu steuern. Letzteres findet ebenfalls in der GLT-Software statt.

Wie sieht eine Visualisierung im Energiemanagement aus?

Im Energiemanagement wird zur Visualisierung eine Software mit entsprechenden Analysetools und einem Dashboard eingesetzt. In dieser Software werden Daten (z. B. Energieverbräuche) fortlaufend gesammelt, um Einflussfaktoren wie die Witterung bereinigt und ausgewertet, oft auch unter Berücksichtigung von historischen Daten bzw. Vergleichszeiträumen in der Vergangenheit. Die Ergebnisse werden mittels Diagrammee und Grafiken anschaulich dargestellt. Häufig gehört zu einer Visualisierung auch ein nutzerspezifisches Dashboard, das dem User die wichtigsten grafisch aufbereiteten Daten auf einen Blick zur Verfügung stellt.

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